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Die letzten Drei

Lange dauert es nicht mehr dann hat Salzburg wieder eine seltene Schönheit gegen zeitgeistiges ausgetauscht. Es geht um die drei Jugendstil Unterführungen im Bereich des Bahnhofes, die Eisenbahnbrücke in der Plainstraße, der Rainerstarße und der Saint- Julienstraße. Zugegeben die Zeit hat ihre Spuren an diesen Bauwerken hinterlassen. Rost nagt am Stahl und der Stampfbeton patzt durch Frost und zu wenig Wartung ab, zusätzlich kommt noch die Verschilderung und Verschandelung durch Verhüttelung mit Kiosken wie im Gesamten Bahnhofsbereich hinzu. Somit kann die Schönheit und die Pracht dieser Brücken nicht mehr wahrgenommen werden. Die Durchfahrtshöhen sind entsprechend für die Zeit von 1906 ausgeführt, hier wären unsere heutigen Ingeneure gefordert gewesen, eine Lösung zu finden um eine Zeitgerechte Durchfahrtshöhe und den Erhalt der Brücken zu garantieren. Auch die Architekten hätten über eine Einbindung der alten Jugendstilelemente überlegen müssen. Das Problem dieser alten Brücken ist, die für heutige Brücken, sehr laute Geräuschentwicklung, wenn ein Zug darüber fährt. Würden man die alten Jugendstil Elemente in eine neue Konstruktion einbinden so hätte man die Lösung des technischen sowie des optischen gefunden. Leider ist dies jetzt zu spät und diese technischen Denkmäler sind für immer verloren.

Etwas sehr interessantes und romantisches ist die Felsengrotte, im Bereich zwischen der Eisenbahnunterführung Plainstraße und Rainerstraße. Hier befindet sich eine von Efeu sehr zugewachsene, künstlich angelegte Felsengrotte. Wo vor Hundert Jahren ein romantischer Wasserbrunnen die Gegend aufwertete, in Zukunft wird wahrscheinlich eine Lange kühle Betonmauer, die mit Graffitis verschmiert sein wird dieses Gebiet abwerten.
Ein Brunnen ist Treffpunkt und Mittelpunkt einer Siedlung, wie schön wäre es gewesen, diesen wertvollen historischen und kommunikativen Ort zu erhalten und Ihn nicht gegen einen Sterilen unpersönlichen auszutauschen.
Die Brunnengrotte ist links und rechts von zwei Planzentrögen begrenzt und von einem Sandsteinbogen umrahmt. Die Halbkuppelförmige Einwölbung wurde mit Bruchsteinen felsenartig gestallted, die wahrscheinlich von Efeu leicht umrankt war. Wegen zu wenig Wartung und Pflege verwuchs der Efeu diese schöne Grotte und Sie verwilderte und verschwand aus den Augen. Unten befand sich ein leicht aus der Mauer vorspringendes Wasserbecken.

Die Brücken wurden von unterschiedlichen Firmen 1906 hergestellt. Die Eisenbahnbrücke Saint- Julienstraße wurde von der Brückenbau- Anstalt IG. Griedl aus Wien und die Brücke in der Rainerstraße von den Brüdern Präsil & Co in Prag Lieben hergestellt. Dies ist auf Leistungsplaketten an den Stahlstützen zu lesen. An der Brücke Plainstraße ist leider keine Produktplakette zu finden. Die Brücken sind trotz unterschiedlichen Firmen im gleichen Stil und Form ausgeführt. Nur im Detail der Ausführung unterscheiden sie sich gering. Auf die Optik wurde zu dieser Zeit neben der Technik besonderer Wert gelegt. Dies ist besonders in den Knotenausbildungen und dem Geländer zu beobachten. Die Brücken haben einen sehr imposanten Aufbau, beginnend mit einer Wand aus Beton die mit Zierbögen gestaltet wurde, wird die Stahlbrücke von zwei Pylonen aus Beton gefasst. Auch der Beton unterscheidet sich von dem heutigen Betonen. Heute besitzt eine Betonwand eine nahezu gleichmäßige monotone Struktur, dieser Beton an den alten Brücken ist von der Struktur steinähnlich durch seine lagenweise Einbringung erscheint dies wie ein gemauertes Mauerwerk.
Sehr schön ist auch der Sockel der Eisenbrücke ausgeführt, beginnend von Granitsockeln erheben sich die einzelnen Stahlstützen. Sehr schöne Profilierungen ergeben auch die Auflagerplatten aus Eisen, die auf den Granitsockel aufliegen, diese sind Stufenweise ausgeführt und die Ecken mittels einer Hohlkehle entschärft. Die Stahlstützen, werden nach oben, hin zu den Längsbalken verbreitert. Und mittels einer Hohlkehle ergibt sich ein Verbreitertes Stützen Auflager. Im Gesamtbild herhält man eine Säulenähnliche Struktur wie in griechischen Tempeln.
Die Brücke Verbreiter sich nach oben mit Bogenförmig ausgeführten Stahlelementen die das geschmiedete Jugendstil Geländer tragen. Obwohl das Geländer sehr technisch ausgeführt ist, enthält es sehr schone Formelemente.

Noch kann man diese Brücken und die Felsengrotte in seiner Originalgestallt besichtigen, bis sie auf ewige Zeiten verschwunden sein werden.

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