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Strategie zur Denkmalentledigung

von Gerd Seidl
  • Zuerst muss man sich einmal überlegen warum soll man sich die Mühe machen, wegen Grundstücksspekulationen oder wegen Provisionen bei den Baukarbeiten, usw. Möglichkeiten gibt es viele.
  • Erste Pläne und Überlegungen werden gemacht, lässt sich das Bundesdenkmalamt beim ersten Mal nicht zum Abriss überreden dauert das Verfahren etwas länger.
  • Man beginnt das Denkmal zu verschandeln, illegale einbauten zu machen, kleinweis wertvolle Substanz zu entfernen, nicht mehr zu pflegen, Wertvolle Substanz kann auch verblendet werden, nach Jahren hat das Wetter und die Zeit viel Arbeit geleistet.
  • Vielleicht können auch Gegenprojekte oder Restaurierungs- bzw. Renovierungsarbeiten vorgenommen werden, bei denen man im Nachhinein feststellen kann das, der Aufwand unzumutbar und zu teuer ist. Dies schafft gutes Klima damit jeder sehen kann dass „alles“ versucht wurde. Überprüft werden solche Maßnamen sehr selten.
  • Es ist Zeit erneut eine Neuplanung zu machen und den Denkmalschutz zu übersehen, außerdem sollten sich gute Beziehungen zu Politik und Bundesdenkmalamt hergestellt werden.
  • Die Öffentlichkeit muss auch überzeugt sein dass „etwas“ gemacht werden muss und Ihre Vorteile darin sieht. Zeit um sich mit einem Thema genau zu beschäftigen und selbst darüber nachzudenken haben sowieso die wenigsten und die was die Zeit haben sind eine unbedeutend geringe Anzahl die man schnell klein bekommt.
  • Mit der Neuplanung bei der „alle dafür sind (aus welchen Grund auch immer)“wird nun das Bundesdenkmalamt unter Druck gesetzt. Keine Angst den in Österreich ist das Bundesdenkmalamt oft sehr eingeschränkt und mit geringen Mitteln behaftet, außerdem haben Initiativen und freiwillige Organisationen kein Recht in Akten einzusehen und den Amt zu Hilfe zu gehen(Achtung in Deutschland und anderen EU- Ländern können Initiativen und freiwillige Organisationen sehr lästig sein da Sie das Recht haben einem Amt kostenlos helfen zu dürfen)
  • Ist das Bundesdenkmalamt nun unter Druck gesetzt seitens der Öffentlichkeit, der Politik und mit Gutachten die man sich selbst von ausgesuchten Gutachtern zulegt ( vergessen Sie nicht nur die wertlosen Dinge zu begutachten zu lassen, ein geringer Teil kann auch mit wertvoller Substanz behaftet sein damit wird die Sache etwas glaubwürdiger ist). Das Bundesdenkmalamt fehlen oft die finanziellen Mittel und die Zeit bzw. das Personal um sich selbst einer Sache genau anzunehmen. Nun kann mit Hilfe eines Verfahrens das Denkmal vom Denkmalschutz entheben Lassen.
  • Ist dies nun geschafft, sollte über einen Abriss in der Öffentlichkeit nicht mehr zu laut darüber gesprochen werden. Ein paar kleine Zeitungsartikel und Informationsabende, wo sich jeder Bürger selbst hinbewegen muss, reichen vollkommen, um im Nachhinein die Schuld von unzureichender Aufklärung auszuweichen. Sobald die Bescheide ausgestellt sind gibt es in Österreich sowieso keine Notbremse mehr auch wenn das Gebäude noch steht.
  • Der Abriss sollte relativ schnell erfolgen, der Neubau kann ja dafür länger dauern.




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